30.09.2017

20. Jahre Interreg CADSES/CENTRAL EUROPE – Feierstunde und zugleich Startschuss für den 3. Call

Im feierlichen Rahmen des Erich Klausener Saals im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fand am 21. September eine Jubiläumsveranstaltung statt, die den anwesenden mehr als 400 Teilnehmern, darunter etliche Akteure der ersten Stunde aber auch etliche Neueinsteiger, einen gelungenen Rückblick auf die Arbeit der vielen Projekte dieses Interreg Programms gegeben hat. Neben Vertretern der Programmgremien und dem aktuellen Vorsitzenden, Herrn Lukeš vom Tschechischen Ministerium für Regionalentwicklung, kam Frau Dr. Erdmenger, zuständige Referatsleiterin für die transnationalen Interreg-Programme vom gastgebenden Ministerium, und der polnische Unterstaatssekretär für regionale Entwicklung, Herr Chorazy, ebenso zu Wort wie Moray Gilland, langjähriger Kenner des Programms und Experte für die transnationale Zusammenarbeit bei der DG Regio der Europäischen Kommission. Gemeinsam wurde ein Blick zurück auf 20 Jahre Zusammenarbeit und insbesondere auch in die Zukunft nach 2020 gerichtet.

Erich Klausener Saals mit Teilnehmer/-innen

Quelle: Bernd Diehl

 Im Zentrum der Veranstaltung standen die Projekte und deren Repräsentanten, die sowohl von bereits abgeschlossenen als auch laufenden Vorhaben berichteten und die gesamte thematische Bandbreite und Möglichkeiten einer erfolgreichen Zusammenarbeit über Grenzen hinweg aufzeigten.

Am Ende des Tages und gleichsam als Höhepunkt erfolgte der Startschuss für den 3. Call des Programms durch Luca Ferrarese, den Leiter des Programmsekretariats, und Christiane Breznik, die Leiterin der Verwaltungsbehörde. Damit wurden alle Interessierte aufgefordert bis zum 25. Januar 2018 Anträge in den vier thematischen Programmfeldern einzureichen. Sämtliche dafür notwendigen Informationen und Dokumente sind auf der Seite des gemeinsamen Sekretariats in Wien eingestellt: www.interreg-central.eu/apply.

Erich Klausener Saals mit Teilnehmer/-innen

Quelle: Bernd Diehl

 Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass dieser einstufig durchgeführte Call in bestimmten Prioritätsbereichen (Specific Objectives) fokussiert ist, d.h. zusätzlich zu den allgemeinen Programmvorgaben wurden in den SOs 1.1 / 1.2 / 2.1 / 3.2 thematische Vorgaben mit dem Ziel formuliert, neue und innovative Themenbereiche, die noch nicht durch die laufenden Projekte abgedeckt werden, in den Neuanträgen zu initiieren. Darüber hinaus ist zu beachten, dass SO 2.3 gänzlich geschlossen wurde, da dieses Feld bereits gut abgedeckt ist. Insofern sind die potenziellen Antragsteller aufgefordert, sich mit den genannten Antragsdokumenten für den Call zu beschäftigen und darüber hinaus die Informationen der bereits laufenden 85 Projekte bei der Entwicklung ihrer Projektidee zu berücksichtigen, da die Erfolgschancen für eine Genehmigung nicht nur von der thematischen Relevanz, der Partnerschaft, der Implementierung und dem Budget abhängen wird, sondern insbesondere auch vom Innovationsgehalt des Antrages. Die laufenden Projekte bzw. die Projekte der letzten Förderperiode sind in der Datenbank des Programms zu finden: http://www.interreg-central.eu/Content.Node/apply/projects-2007-2020.html.

Für den 3. Call sind indikativ 60 Mio. EUR EFRE- Mittel zur Verfügung gestellt worden, die sich wie folgt auf die Prioritäten verteilen:

 

Priority axisIndicative ERDF allocation
(m EUR)
Priority 1
Cooperating on innovation to make CENTRAL EUROPE more competitive
            20
Priority 2
Cooperating on low-carbon strategies in CENTRAL EUROPE
            10
Priority 3
Cooperating on natural and cultural resources for sustainable growth in CENTRAL EUROPE
            20
Priority 4
Cooperating on transport to better connect CENTRAL EUROPE
            10
Total            60

Auch im 3. Call ist der auf Englisch zu formulierende Antrag mittels des elektronischen Monitoringsystems (https://ems.interreg-central.eu) einzureichen, wobei darauf zu achten ist, dass die auf 24 bis max. 36 Monate veranschlagte Laufzeit der Projekte infolge des Ablaufs der Programmperiode spätestens am 31. Dezember 2021 enden muss.

Für Fragen zur inhaltlichen Ausrichtung des Calls, zu den Antragsdokumenten oder zur eigenen Projektidee stehen das gemeinsame Sekretariat in Wien und die National Contact Points der Mitgliedstaaten zur Verfügung.